Wer hätte das gedacht?

Ja, nun ist es schon eine Weile her, dass ich mich zu Wort gemeldet habe – mehr als ein Jahr ist vergangen und man darf sich mit Recht fragen – was hat sie gemacht?

An erster Stelle wäre zu erwähnen – wir sind umgezogen und haben noch ein Kind bekommen – Finley. Mit einem Kind in der Trotzphase und dem anderen frisch geschlüpft, hat man da noch Zeit, um sich kreativ zu entfalten?

Ja, die hat man – Kinder sind eine kreative Herausforderung und wecken in einem neue Sehnsüchte. So etwa selbst Brot zu backen, eigenes Joghurt herzustellen, aber vor allem die kleinen Schätze/ Monster in selbst Gemachtes zu stecken. Dabei habe ich meine große Leidenschaft für Stoffe und Garne wieder entdeckt. Und mir fiel ein, dass ich schon als kleines Kind Körbe und Schürzen für meine Kuscheltiere gehäkelt und Hüte aus Papier, Metallfolie und Federn für mich und meine Puppen genäht und geklebt habe.

So „er-findet“ man sich also wieder. Freie Minuten fließen nun in diese Leidenschaften und wenn Nummer 1 beschäftigt ist und Nummer zwei schläft, wird die Häkelnadel gezückt und ein Garn in einen Pulli, eine Weste oder eine Babydecke verwandelt – Mützen, Hausschuhe, Schals – sogar Handschuhe sind entstanden. Ich gebe zu, es wäre billiger, sie zu kaufen…aber wo wäre da der Spass? Im Augenblick stehen mindestens 3 Taschen mit Häkelprojekten in der Wohnung herum. An Noahs Häkeldecke arbeite ich prinzipiell beim Autofahren – wenn Finley schläft und Noah sich am Fahren und Jazzliedern ergötzt (Ich will „Saft zum Trinken“ hören!!!! eigentlich „agua de beber“)

Noah kann sich auch einbringen, in dem er Modelle und Garne aussucht – Finleys Decke in Lila – Grün war seine Idee (ich gebe zu, ich liebe die Farben auch). Oder er bestellt einen Barbapapa aus Wolle…(im Augenblick habe ich den Auftrag, Barbamama zu häkeln, ich hoffe, das geht sich noch vor seinem Geburtstag aus!)

Ab und zu wage ich mich auch an die Nähmaschine – da bin ich ja noch nicht sooo firm – aber mittlerweile habe ich schon fünf Hosen und vier T-Shirts für Noah & Finley produziert, und langsam klappt es. Nur die Zeit wird knapp – habe im letzten Jahr vielleicht zwei Filme angesehen und gebloggt habe ich ja auch nicht – hmmm.

Wer hätte das gedacht? Ich habe mich immer für ungeduldig und leicht zu entmutigen gehalten. Handarbeiten in der Schule habe ich gehasst und meine Mutter hat daheim immer meine Arbeitsprojekte fertig stellen müssen – meist noch kurz in der Nacht vor dem Abgabetermin….(danke übrigens).

Nun dachte ich, vielleicht sollte ich meine Erfahrungen teilen – vielleicht gibt es ja die/den einen oder anderen, den es interessiert? Ich weiss, ein wenig so, als würde der Einäugige den Blinden führen – aber das wäre eine Herausforderung für mich.

Schaun wir mal, was passiert! Ich drück‘ euch und melde mich hoffentlich bald wieder!

eure Elisa

P.S.: Außerdem habe ich fünf neue Kurzgeschichten… vielleicht ist ja mal wieder ein Salon fällig 😉

P.P.S.: Dank auch an Finley, der so ein wohlwollendes Baby ist und jede Nach durchschläft!

5 Antworten auf „Wer hätte das gedacht?“

  1. Also doch auch was geschrieben! Ich freue mich auch sehr darauf!
    Ich bewundere auch deine Produktivität mit zwei Kindern zuhause. Ich habe zwar im April wieder angefangen zu arbeiten, aber an den Tagen, an denen ich voll für Evie zuständig bin, komme ich meistens zu gar nichts und bin froh wenn ich ein Paar Mal die Woche überhaupt etwas kochen kann! Leider kommt da Kreatives wie Singen sehr kurz.
    Häkeln und Stricken hatte ich nie gelernt, aber ich hätte gern ein wenig genäht- meine Mutter hat uns früher immer so wunderschöne Sachen gemacht und hat uns das Nähen und Quilten beigebracht, aber ohne Nähmaschine und vor allem Platz zum Ausbreiten will ich gar nicht erst anfangen. 😛

    Ganz liebe Grüße von einer vielbeschäftigten Mama zur anderen! (auch an deine drei Jungs) 🙂
    -Emily

  2. ich bewundere euch Muetter – ja, ich verwende mit Absicht die Mehrzahl, denn mein Bild der gestressten Eltern, die von einem Pflichttermin in den nächsten kippen und deren Leben sich durch die Kinder ins eingeschränkt sein hin verändert hat, widerlegen solche großartigen Bekannten wie du, Elisa, mit Erfolg. Freie Zeit wird ohne Herumhetzen mit einer ruhigen und kreativ-produktiven Tätigkeit gefuellt, und ich kann nur immer wieder staunen (jaja, ich bin eben selbst noch eher auf der Kinder- als auf der Erwachsenenseite).

    Ein Beitrag wie dieser lässt all meine Projektideen in meinem Kopf wieder leise aufseufzen. Ich wäre sehr sehr neugierig, mal eine Kurzgeschichte von dir zu lesen, das Thema Kinderbuecher ist mir ja in meinem Jahr in Stockholm noch mehr ans Herz gewachsen.

    Ganz liebe Gruesse, und auch wenn ich so schleißig bin im Melden und auch noch nie an einem Elisalon teilgenommen habe, freue ich mich, im Verteiler mit dabei sein zu können.

  3. Vielen Dank, meine Lieben für das liebe Feedback!
    Liebe Emily – wir haben ja von Dir diesen wunderbaren Patchwork-Kissenbezug zu Noahs Geburt bekommen und kann mich auch noch an eine Quiltdecke deiner Mutter erinnern – wie hab ich die bewundert.
    Ich bin sicher, früher oder später findest Du wieder Zeit und Platz fürs Nähen- gesugen wird bei mir auch nur für die Racker.

  4. Liebste Elisa!

    Welch schöne Kinderkleidung!!! Du bist wirklich viel, viel besser als ich es in dieser Hinsicht jemals war – trotz damaliger Rekordabschlußarbeiten für Deine Schule . 😉
    Künstlerisch kreativ bist Du in allen Bereichen! Großes Bussi und innige Umarmung MA

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